Einladung zur PGB Sommertagung 9.-13. Juli 2018

hans-joachim_eckstein-16-bearb_c_by_ecksteinproduction_foto_lea_weidenberg1Herzliche Einladung zur diesjährigen Sommertagung des PGB an alle PfarrerInnen, VikarInnen, Studierende der Theologie und natürlich deren Familien und Kinder!

Neben Freizeitangeboten, gutem Essen, wertvollen Begegnungen, fantastischem Kinderprogramm, Gebet und Austausch wird uns wieder Prof. Dr. Hans-Joachim Eckstein durch das Thema: „Ich habe meine Mitte in dir – Gott und sich selbst finden auf den Spuren der Psalmen“.

Die Einladung gibts hier zum herunterladen:

Einladung zur PGB Tagung 2018 Seite 1

Einladung zur PGB Tagung Seite 2

Online anmelden kann man sich über die Seite des Werk EundG:

Online-Anmeldung PGB Tagung 2018

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Leben aus der Gnade

Rückschau auf die PGB-Sommertagung 2016 von Friedrich Rößler

Vom 11. – 15. Juli fand die heurige Sommertagung des österreichischen Pfarrerinnen– und Pfarrer-Gebetsbundes – wieder – in Maria Lankowitz bei Graz statt. 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden sich ein, darunter 40 Kinder und Jugendliche, die ihr eigenes Programm erlebt haben. Für die 26 teilnehmenden Pfarrerinnen und Pfarrer sowie für die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war die Tagung eine theologische Weiterführung, eine geistliche Vertiefung und eine Horizonterweiterung für ihr Leben. Der Referent der Tagung, Herr Pfarrer i. R. Hanspeter Wolfsberger, früher Leiter der Liebenzeller Mission, dann wieder Gemeindepfarrer und Leiter des „Hauses der Besinnung“ in Betberg-Seefelden (Markgräflerland), hat das Thema in seiner Bedeutung für unseren Glauben und für unser Leben entfaltet. Er rief dazu auf, sich von den gnadenlosen äußeren und inneren „Antreibern“ zu lösen und die Freiheit zu entdecken, unter der Gnade Gottes zu leben. Wer seine Berufung gehört und angenommen hat, kann in etwas Größerem aufgehen, als er selber ist. Wir brauchen jemanden, der uns liebt und den wir lieben können. Gott liebt bedingungslos; wir sind geliebter als wir uns je vorstellen können. Die Liebe ist stärker als der Tod; auch wenn alles aufhört, die Liebe bleibt. Mit diesen und mit weiteren Gedanken hat der Referent den Teilnehmern Perspektiven gezeigt, wie sie ihren Dienst tun sowie ihr ganzes Leben unter der Gnade Gottes führen können. Die Tagung war geprägt von der Freude an der Gnade Gottes sowie an der Gemeinschaft untereinander, die von tiefem Verständnis, hoher Wertschätzung und Harmonie geprägt war. Das Alter der Teilnehmer reichte von knapp vor der Geburt bis hin zu den 80jährigen. Die schöne Landschaft, der Badesee und das große Gelände waren ideal, erholsame Tage verbringen zu können. Viele tiefgehende Gespräche haben den einzelnen Teilnehmern weitergeholfen. Frau Pfarrerin Mag. Martina Ahornegger, Ramsau, und Herr Pfarrer Mag. David Zezula, St. Pölten, sind dem PGB als Mitglieder beigetreten. Der bisherige Vorstand wurde wiedergewählt: Senior Pfarrer Mag. Friedrich Rößler als Obmann, Pfarrer Mag. Paul Nitsche als stellvertretender Obmann, Pfarrer i. R. Hans Taul als Kassier, Rektor Pfarrer Mag. Friedrich Neubacher und Pfarrer Mag. Johannes Hanek. Neu in den Vorstand wurde Frau Pfarrerin MMMag. Alexandra Battenberg, Schwechat, gewählt. Die nächste Tagung des PGB findet wieder in Maria Lankowitz statt, und zwar vom 10. -14. Juli 2017. Als Referent wird Herr Univ.-Prof. Dr. Hans-Joachim Eckstein anlässlich des Reformationsjubiläums zum Thema „Rechtfertigung aus Gnade und Glauben“ sprechen.

PGB – Sommertagung 2016

Achtung: Richtigstellung mit Bitte um Nachsicht an alle Früh-Leser: der Referent ist nicht Wolfgang Vorländer, wie ursprünglich beschrieben, sondern Hanspeter Wolfsberger.
Liebe PfarrerInnen, VikarInnen, StudentInnen: Haltet euch den Termin schon einmal frei: 11.-15. Juli 2016 in Maria Lankowitz / Ktn.
Als Referent konnte wieder Hanspeter Wolfsberger (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hanspeter_Wolfsberger) gewonnen werden!

Christsein: Leben zwischen Scheitern und Gelingen! Tagung des österreichischen Pfarrerinnen- und Pfarrer Gebetsbundes.

DSC_6496Maria Lankowitz war ab 13. Juli eine Woche lang Mittelpunkt der Studienzeit des Pfarrerinnen und Pfarrer Gebetsbundes in Österreich. Viele sind mit Familie gekommen, um über das „Hinfallen, Besinnen, Aufstehen und Weitergehen“ – das Christsein zwischen dem Scheitern und dem Gelingen – nachzudenken.

Es fängt ja schon bei der Frage der Nachfolge an, ob man geeignet ist. Denn Jesus warnt vor einer übereifrigen Nachfolge mit dem Blick zurück. Darüber referierte Kathrin Hagmüller und führte die Gedanken entlang dem Lukasevangelium Kap. 9, 57 ff, wonach der, der zurück schaut, nicht geeignet ist fürs Reich Gottes. Die Hingabe – die Nachfolge Jesu – ist nur unter der Bedingung des Loslassens von Altem mögl2015 07 15 PGB Tagung Ma. Lankowitz DSC_6490ich. Und das fällt schwer.

Dr. Peter Zimmerling, an der Universität in Leipzig Professor für Praktische Theologie mit Schwerpunkt Seelsorge, stellt fest, dass sich heute die Wertvorstellungen stark verändert haben. Im Umgang mit Sünde und Schuld sucht man stets einen „Sündenbock“! Oft wird auch schuldhaftes Handeln als gutes Handeln umgedreht. Gleichzeitig wird auch die Existenz Gottes angezweifelt. Mit der religiösen Ungebundenheit geht die Verantwortlichkeit des einzelnen verloren. Mit der Entwicklung zur Kollektivschuld und der Verharmlosung von Sünde und Schuld wird Gott, auf den liebenden Gott reduziert. Doch die biblische Realität ist das Bekennen des einzelnen mit dem Zuspruch von Vergebung.

Der moderne Mensch hat ein Angebot Gottes aus den Augen verloren. Es ist die Beichte. Dabei geniest der Beichtende durch das Recht auf das Beichtgeheimnis besonderen Schutz. Doch dieses Angebot Gottes wird kaum genutzt. Dafür wird heute statt der Seelsorge die Psychotherapie verstärkt beansprucht. Doch wäre, so Zimmerling, die Zusammenarbeit von Therapie und Seelsorge im Umgang mit Sünde und Schuld wünschenswert. Im Bekennen könnte der Mensch sich voll besinnen und die Zuwendung Gottes erfahren.

Das Leben ist nicht ein Sein sondern ein Werden. Diese Erkenntnis gewann Luther, als er um die Gnade Gottes gerungen und die Rechtfertigung gefunden hat. Er räumte, so Zimmerling, mit dem „geistlichen Wertpapier“ – dem Ablasshandel auf. Im Vertrauen zu Gott, in der Erfahrung des Glaubens kommen wir zum Wissen im Glauben – das ändert unser Leben. Die daraus folgende Heiligung ist ein Werden, wodurch die Wirklichkeit Gottes erkannt wird. Damit erfahren wir Stärkung in unserem Leben und im Glauben den Halt.

Mit großem Gottesdienst wurde der letzte Tag mit Zimmerling als Prediger gefeiert. Er sieht, dass heute die Christen vielfach vom Verlust der Hoffnung geprägt sind. Dazu trug Wissenschaft und Technik bei, obwohl auch sie nicht in Glaubensfragen überzeugen können. Die Menschen stellen sich auf ihre individuelle Lebenszeit ein. Doch neu wird der Himmel wieder entdeckt. Man frägt wieder, was kommt danach? Die Sensibilisierung beginnt mit der Hospiz und der Sterbehilfe. Das trifft sich mit dem Zentrum der Verkündigung durch Jesus, der in den Gleichnissen immer wieder auf das Reich Gottes hinweist. Der Glaube daran erfüllte die Sehnsucht der Urchristen mit der Naherwartung Christi, und in der Jetztzeit an die Erneuerung des Kosmos. Wir haben weiter zu gehen.DSC_6619

Während dieser Tagung reifte in einigen Teilnehmern der Entschluss, dem Pfarrerinnen und Pfarrer Gebetsbund beizutreten. So konnte der Vorstand die Teilnehmer Benjamin Battenberg, Alexandra Battenberg, Esther Scheuchl und Thomas Moffat als neue Mitglieder in den Bund aufnehmen und für ihren weiteren Lebensweg segnen.

Der Horizont für die Studienzeit war mit den Themen, Hinfallen, Besinnen, Aufstehen und Weitergehen, weit gesteckt. Sie lässt den Glauben im Blick des Weitergehens neu bedenken und richtet die Gedanken auf die Zukunft aus. Gleichzeitig haben auch die Kindergruppen in ihren meditativen Zeiten mit den sie begleitenden HelferInnen die Themen erarbeitet und ihre Überzeugung in einem lebendigen Beitrag am Ende der Tagung dargeboten.       (gerhart nitsche)